Eine wirdenkenlokal. Medienmarke
Stadt

Newsletter #28/26: 🍁 Herbstfeste Teil 2, ein Kampf zurück ins Leben und der Flaniersonntag

Servus 🙂

in diesem Newsletter erfährst Du jeden Mittwoch um 20 Uhr,

  • welche Spots und Locations Du in Nürnberg noch entdecken kannst,
  • welche Nürnbergerin oder welcher Nürnberger etwas zu sagen hat
  • und was die nächsten Tage und Wochen in Nürnberg abgeht.

Die Themen dieser Ausgabe im Überblick:

  • FREIZEIT: Veranstaltungen in Nürnberg zum Herbstbeginn # 2
  • TIPP: „Nacht der Azubis“ – Berufsorientierung direkt im Unternehmen
  • INTERVIEW: Samuel Fleischmann über Rückschläge, Musik und einen neuen Blick aufs Leben
  • TIPP: Flanieren, entdecken & genießen in der Nürnberger Innenstadt
  • TERMINE: Diese 2 Events solltest Du nicht verpassen
  • LESENSWERT: Spannende Themen aus der Region

FREIZEIT: Veranstaltungen in Nürnberg zum Herbstbeginn # 2

Foto und Titelbild: Uwe Niklas

Der September nimmt Fahrt auf: Nachdem wir euch im ersten Teil bereits Volksfest, Trempelmarkt und den Tag des offenen Denkmals vorgestellt haben, stehen in Nürnberg schon die nächsten großen Veranstaltungen vor der Tür. Ab Mitte September wird es vor allem in der Innenstadt noch einmal richtig lebendig – mit fränkischer Gemütlichkeit, Herbstmarkt, besonderen Einblicken in die Stadt und rasanten Seifenkisten.

Nürnberger Altstadtfest

Los geht es heute, am Mittwoch, 16. September 2026, mit dem Nürnberger Altstadtfest. Bis zum 28. September laden die Wirte wieder zum gemütlichen Beisammensein in die Altstadt ein. Auf der Insel Schütt wartet der Markt der Gastlichkeit mit regionalen und internationalen Spezialitäten. Auf dem Hans-Sachs-Platz gibt es beim Markt der Familien außerdem Fahrgeschäfte, Essensstände und Unterhaltung. Zu den traditionellen Highlights gehören das Fischerstechen auf der Pegnitz sowie ein eigenes Kulturprogramm in der Katharinenruine.

Hier geht’s zu allen Infos zum Altstadtfest

Herbstmarkt auf dem Hauptmarkt

Nur einen Tag später startet auf dem Nürnberger Hauptmarkt der nächste Herbstklassiker: Vom 17. September bis 4. Oktober 2026 findet dort täglich von 10 bis 19 Uhr der Herbstmarkt statt. Rund 90 Händler bieten unter anderem Haushaltswaren, Bekleidung, Lederwaren, Modeschmuck und Kunstgewerbe an. Passend zur Jahreszeit dürfen natürlich auch Federweißer und Zwiebelkuchen nicht fehlen. Ergänzt wird der klassische Waren- und Krämermarkt durch wechselnde Pop-up-Stände mit handgefertigten Designstücken, Kunstdrucken, Keramik und weiteren kreativen Produkten.

Hier gibt’s weitere Infos zum Herbstmarkt

Rasante Kisten im Nürnberger Burggraben

Am Samstag, 19. September 2026, wird es dann rasant: Beim 16. Nürnberger Seifenkistenrennen treten insgesamt 16 Teams mit ihren selbst gestalteten Renngefährten gegeneinander an. Gefahren wird mitten in Nürnberg im Burggraben auf der Strecke vom Tiergärtnertor bis zum Hallertor. Die Veranstaltung startet um 11 Uhr, ab 12 Uhr beginnen die Rennen. Finale und Siegerehrung sind für den späten Nachmittag geplant.

Dabei geht es nicht nur darum, wer am schnellsten den Burggraben hinunterkommt: Auch Kreativität und Teamperformance spielen eine Rolle. Neben den Rennen gibt es eine Boxengasse, Live-Moderation und DJ-Programm sowie eine Active Zone für Kinder mit Hüpfburg, Kinderschminken und weiteren Aktionen. Nach der Siegerehrung geht es an der Hauptbühne am Tiergärtnertor mit einem After-Race-Cooldown weiter.

Hier gibt’s alle Infos zum Nürnberger Seifenkistenrennen

Tage der offenen Tür müssen 2026 ausfallen

Eigentlich gehören auch die Tage der offenen Tür der Stadt Nürnberg zu den besonderen Herbstterminen: Alle zwei Jahre öffnen dabei zahlreiche städtische Dienststellen, Behörden, Institutionen und Vereine ihre Türen und ermöglichen Einblicke hinter die Kulissen. Mehr als 100 Einrichtungen beteiligen sich üblicherweise an dem dreitägigen Programm, auch die Nürnberger Rathäuser öffnen ihre Türen.

2026 müssen Nürnbergerinnen und Nürnberger allerdings darauf verzichten: Aufgrund der Haushaltslage der Stadt wurden die Tage der offenen Tür für dieses Jahr abgesagt.

Ob gemütlich beim Altstadtfest, beim Stöbern auf dem Herbstmarkt, oder beim Anfeuern der Seifenkisten im Burggraben: Langweilig wird der Nürnberger Herbststart garantiert nicht.


TIPP: “Nacht der Azubis 2026”: Steig ein und entdecke Deine Zukunft!

Du weißt noch nicht, welcher Ausbildungsberuf zu Dir passt? Dann sichere Dir einen Platz bei der „Nacht der Azubis“ am 9. Oktober 2026!

Um 17 Uhr starten zwei Busse am Nürnberger ZOB zu verschiedenen Ausbildungsbetrieben. Bei jeweils vier Unternehmen erhältst Du echte Einblicke in Büros, Produktion und Arbeitsabläufe. Du lernst unterschiedliche Ausbildungsberufe kennen, triffst Azubis und kannst Deine Fragen direkt vor Ort stellen.

Mit dabei sind unter anderem die Deutsche Bahn, EDEKA Eckerlein, das Arvena Parkhotel, NETWAYS, die Feuerwehr und die Semperschule.

Die Tour endet gegen 22 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind jedoch begrenzt. Also schnell sein und Nürnbergs Ausbildungswelt entdecken!

(Anzeige)


INTERVIEW: Samuel Fleischmann über Rückschläge, Musik und einen neuen Blick aufs Leben

Dieser Artikel ist exklusiv für deinNämberch.de-Newsletter-Abonnenten.

Melde dich hier einfach kostenlos für den deinNämberch.de-Newsletter an, um den Artikel lesen zu können.

Loading...

Mit 24 Jahren hat Samuel Fleischmann in kurzer Zeit bereits einiges durchlebt. Ein Krebsverdacht, mehrere Operationen, Verletzungen und zuletzt ein schwerer Bandscheibenvorfall haben ihn innerhalb von zwei Jahren immer wieder aus seinem Alltag gerissen und vieles verändert.

An einem persönlichen Tiefpunkt begann er sich eine Frage zu stellen: Was macht mich eigentlich wirklich glücklich? Die Antwort führte ihn zurück zur Musik – und zu der Entscheidung, seine Geschichte öffentlich zu erzählen. Im Interview mit deinNämberch spricht Samuel über seinen Beruf als Erzieher, schwierige Monate, seinen neuen Blick auf das Leben und darüber, warum seine Reise gerade erst beginnt.

Samuel, wer bist du und was verbindet dich mit Nürnberg?
Ich bin 24 Jahre alt, hauptberuflich Erzieher und lebe aktuell direkt hinter dem Nürnberger Hauptbahnhof. Geboren bin ich zwar in Spanien, aber ich bin nahezu vollständig in Nürnberg aufgewachsen und fühle mich mit der Stadt sehr verbunden.

Besonders die Nordstadt bedeutet mir viel, weil ich dort seit unserem Zuzug nach Deutschland bis hin zum Auszug von Zuhause gelebt habe. Die Nähe zur Altstadt, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, schnell im Grünen zu sein, und diese für eine Großstadt teilweise sehr ruhige Atmosphäre haben mir dort immer gefallen.

Meine jetzige WG direkt hinter dem Hauptbahnhof ist ein ziemlicher Kontrast zu dem, wie ich vorher gewohnt habe – aber genau das war für diese Phase meines Lebens auch irgendwie perfekt. Mitten in der Stadt, ständig etwas los und alles direkt vor der Haustür. Zentraler kann man in Nürnberg eigentlich kaum wohnen!

Beruflich arbeite ich in einem Hort und liebe meinen Job und die Arbeit mit Kinder im Allgemeinen wirklich sehr. Umso schwieriger war es für mich, dass ich ihn in den vergangenen Monaten nicht ausüben konnte. Mittlerweile bin ich wieder voll dabei – und glücklich, arbeiten zu dürfen/können.

Die vergangenen zwei Jahre waren für dich gesundheitlich eine große Herausforderung. Was ist passiert?
Zwischen meinem 22. und 24. Lebensjahr ist einiges zusammengekommen, womit man in diesem Alter wahrscheinlich nicht unbedingt rechnet.

Angefangen hat es damit, dass mein Gesundheitszustand immer schlechter wurde und zunächst niemand so richtig wusste, warum. Dann plötzlich: auffällige Lymphknoten, Krebsverdacht, Krankenhaus, Operation und Komplikationen. Danach hieß es erstmal warten – bis irgendwann endlich die Entwarnung kam: kein Krebs.

Also habe ich mich wieder zurückgekämpft. Kurz darauf musste meine rechte Schulter operiert werden. Wieder Stillstand, wieder von vorne und ich habe mich erneut zurückgearbeitet.

Dann habe ich mir die linke Schulter ausgekugelt und musste wieder operiert werden… nur etwa zwei Wochen später wurde plötzlich mein linkes Bein taub, ich konnte kaum noch laufen und bekam die Diagnose: schwerer Bandscheibenvorfall.

Das hat mich körperlich und emotional zerrissen, nach unten gezogen und komplett aus der Balance gebracht. Vor allem, weil immer dann, wenn ich dachte, dass es langsam wieder bergauf geht, das Nächste kam.

Gab es einen Moment, an dem du gemerkt hast: So wie bisher kann und soll es nicht weitergehen?

Ja. Ich bin irgendwann an einem Tiefpunkt angekommen, an dem gefühlt alles weggebrochen ist, womit ich mich vorher identifiziert hatte. Im Hochsommer lag ich in meiner Dachgeschosswohnung im fünften Stock im Bett und konnte eigentlich nur darauf warten, wieder gesund zu werden. Sport war weg, Arbeit war weg, vieles von meinem normalen sozialen Leben war weg. Mental ging es mir in dieser Zeit extrem schlecht.

Irgendwann wollte ich mich davon aber nicht mehr komplett einschränken lassen. Durch den Bandscheibenvorfall musste ich teilweise alle ein bis zwei Stunden meine Reha-Übungen machen. Also habe ich angefangen, sie einfach dort zu machen, wo ich gerade war – am Bahnhof, im Zug oder unterwegs mit Freunden. Mir war irgendwann egal, ob das vielleicht etwas komisch aussieht. Ich wollte nicht den ganzen Sommer zu Hause verbringen und noch mehr von meinem sozialen Leben verlieren.

Bis dahin hatte ich eigentlich die ganze Zeit versucht, mein altes Leben zurückzubekommen: meine alte Form, meinen alten Körper, den Menschen, der ich vorher war.

Und irgendwann kam bei mir der Gedanke: Vielleicht muss ich gar nicht zurück. Vielleicht geht es gar nicht darum, wieder der Alte zu werden. Vielleicht geht es darum, herauszufinden, wer ich eigentlich sein möchte und was ich wirklich für mich mache.

Da habe ich angefangen, mir Fragen zu stellen, die ich mir so vorher nie gestellt hatte: Was macht mir wirklich Freude? Was würde ich tun, wenn Anerkennung, Geld oder die Meinung anderer für einen Moment völlig egal wären? Und irgendwann wurde daraus die Frage: Was macht mich eigentlich wirklich glücklich?

Welche Antwort hast du darauf gefunden?

Drei Dinge! Das Erste ist Gesundheit. Mir ist bewusst das, dass jeder irgendwie weiß oder als Prio haben sollte aber ich glaube, wie wertvoll sie wirklich ist, versteht man oft erst dann, wenn sie plötzlich nicht mehr selbstverständlich ist.

Das Zweite ist echter sozialer Kontakt in verschiedensten Formen. Familie, Freunde, Menschen, bei denen man wirklich man selbst sein kann sind etwas sehr wertvolles. Unter anderem bin ich auf Basis dessen auch Erzieher geworden.

Und das Dritte ist die Musik.

Vor allem die Musik hat unglaublich viel mit mir gemacht. Plötzlich hatte ich wieder einen Grund aufzustehen und wieder richtig Lust aufs Leben. Ich habe nicht mehr nur darauf gewartet, gesund zu werden oder mich damit beschäftigt, wie schlecht es mir geht. Das hat mir nicht nur mental wieder viel halt gegeben sondern auch körperlich große auswirkungen gehabt.

Da war auf einmal wieder etwas, für das ich brenne.

Welche Rolle hat Musik vorher schon in deinem Leben gespielt?

Im Rückblick war sie eigentlich immer da. Ich glaube nur, dass ich ihren Stellenwert lange nicht wirklich verstanden habe oder mich nicht getraut habe, ihr den Raum zu geben, den sie für mich eigentlich verdient hätte.

In dieser schwierigen Phase war da irgendwann dieses ganz klare Gefühl: Das ist nicht einfach nur irgendein Hobby.

Wenn ich mich mit Musik beschäftige – egal ob ich sie höre, mixe, singe oder irgendwann vielleicht selbst erschaffe – bin ich einfach ich selbst. Ich kann darin komplett aufgehen, abschalten, aber gleichzeitig auch Emotionen verarbeiten. Positive genauso wie negative.

Und rückblickend fühlt es sich fast so an, als hätte die Musik genau in dem Moment wieder zu mir gefunden, in dem ich sie am meisten gebraucht habe.

Was hat sich durch die vergangenen Monate an deinem Blick auf dein eigenes Leben verändert?

Mein Vertrauen in das Leben selbst ist enorm gewachsen. Mein Vater hat irgendwann einmal zu mir gesagt: „Das Leben verlangt nie mehr von dir, als du schaffen kannst.“

Diesen Satz kannte ich lange. Aber ich glaube, ich habe erst in den vergangenen Monaten wirklich verstanden, was er für mich bedeutet. Natürlich hätte ich auf sehr viele Erfahrungen der letzten zwei Jahre gerne verzichtet. Und ich möchte schwierige Zeiten auch überhaupt nicht romantisieren. Es gab Momente, die einfach nur beschissen waren.

Aber rückblickend ist daraus gleichzeitig etwas entstanden. Ich habe mich selbst besser kennengelernt. Ich hinterfrage stärker, warum ich Dinge tue, was mir wirklich wichtig ist und was ich vielleicht nur gemacht habe, weil es gesellschaftlich dazugehört oder weil ich es eben schon immer so gemacht habe.

Ich versuche viel mehr, im Moment zu leben und meinem eigenen Gefühl zu vertrauen, anstatt mein Leben nur danach auszurichten, irgendwann irgendein bestimmtes Ziel erreicht zu haben.

Welche Botschaft möchtest du jemandem mitgeben, der gerade selbst an einem Tiefpunkt steht?

Dass es sich lohnt, wieder aufzustehen und das jedes mal! Du musst nicht sofort wissen, wie dein Leben in einem Jahr aussehen soll. Ich wusste es auch nicht. Und du brauchst auch keinen perfekten Plan. Manchmal reicht erstmal der nächste ehrliche Schritt.

Bei mir war dieser Schritt irgendwann, wieder Dinge zu tun, die sich wirklich nach mir angefühlt haben. Und daraus ist nach und nach wieder eine Richtung entstanden. Ich glaube mittlerweile bzw. habe verstanden, dass man manchmal erst durchs Losgehen herausfindet, wohin man eigentlich möchte.

Genau das möchte ich auch mit meiner Geschichte zeigen. Nicht, dass ich irgendwo angekommen bin, sondern dass ich angefangen habe, meinen eigenen Weg zu gehen. Ich weiß selbst noch nicht, wo mich dieser Weg hinführen wird.

Oder wie ich es in meinem letzten Video gesagt habe: Ich weiß nicht, wo diese Geschichte endet. Aber ich weiß, wo sie beginnt. Genau hier.

Warum Samu jetzt mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit geht und welches musikalische Ziel er verfolgt, liest Du im ungekürzten Interview auf deinNämberch.de!


TIPP: Flanieren, entdecken & genießen in der Nürnberger Innenstadt

Am Sonntag, 27. September, von 13 bis 18 Uhr heißt es wieder: raus in die Stadt und Nürnberg ganz entspannt erleben! Beim Flaniersonntag öffnen zahlreiche Geschäfte und Gastronomiebetriebe in der Nürnberger Innenstadt ihre Türen. 

Dabei geht es um weit mehr als nur ums Einkaufen. Im Mittelpunkt steht das Flanieren: durch die Innenstadt schlendern, Neues entdecken, in den Geschäften stöbern, zwischendurch etwas essen oder trinken und Nürnberg einfach genießen. 

Viele Händler sorgen zusätzlich mit besonderen Aktionen für Abwechslung. So können Besucherinnen und Besucher beispielsweise bei einer Spieleaktion in der Buchhandlung Thalia gemeinsam mit Spieleautoren neue Spiele ausprobieren. Auch in verschiedenen Geschäften warten besondere Angebote und Preisaktionen – unter anderem bei Gudrun Sjödén

Wer also Lust auf einen entspannten Sonntagnachmittag in der Innenstadt hat, kann Shopping, Gastronomie und kleine Erlebnisse miteinander verbinden. 

Der Flaniersonntag wird vom Handelsverein Erlebnis Nürnberg e. V. veranstaltet. 




Das war dein Überblick über Nürnberg. Wir freuen uns, wenn Dir die Inhalte dieses Newsletters gefallen haben.

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank! Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung mit Klick auf den Link in der E-Mail, die Sie von uns erhalten haben.

Nürnberg-Newsletter kostenlos abonnieren!