Was passiert, wenn ein Top-Manager und ein Spitzensportler ihre Erfahrungen teilen? Mathias Heinke und Nils Frommhold erzählen im Interview mit deinNämberch, wie aus einem Mentoring eine echte Partnerschaft wurde – und warum Leidenschaft, Disziplin und Vertrauen in beiden Welten den Unterschied machen.

Mathias, Nils – wo liegen die Parallelen zwischen Business und Spitzensport?
Mathias: „Spitzenleistungen und Außerordentliches entstehen im Sport und im Business aus einer Mischung von Leidenschaft und Disziplin. Es sind immer die einzelnen Menschen, die den Unterschied machen.“
Nils: „Und es geht in beiden darum, Strategien zu entwickeln, die zum gewünschten Ergebnis führen. Wir durften in den letzten Jahren erleben, wie nah sich diese Welten wirklich sind.“
Wie kam es zu eurer Mentoring-Beziehung?
Mathias: „Ich wollte unbedingt noch mal eine Langdistanz finishen – und das habe ich mit dem Coaching von Nils geschafft. Im Laufe des Mentorings durfte ich viele Erlebnisse mitnehmen, die ich als normaler Zuschauer nie gehabt hätte.“
Nils: „Ich hatte anfangs viele Zweifel, wie mein Leben nach dem Sport aussehen könnte. Mathias war ein verlässlicher Ratgeber, immer erreichbar. Ohne seine Begleitung wäre der Übergang in die Berufswelt sicher schwieriger geworden.“
Nils, du bist heute im Consulting tätig. Hat dir das Mentoring geholfen?
Nils: „Ja, absolut. Wir haben früh über meinen Einstieg nach der Sportkarriere gesprochen. Mir war wichtig, mich in einem neuen Umfeld zu beweisen – und von Mathias’ Erfahrung profitiere ich bis heute.“
Mathias, du hast für die Challenge Roth trainiert – mit Nils als Coach. Was war neu für dich?
Mathias: „Viele Themen waren für mich in der Tiefe neu. Medizinisches Know-how, Herzfrequenzen, Watt-Messung – da steckt Physik und Disziplin drin.“

Was können Wirtschaft und Sport voneinander lernen?
Mathias: „Der Umgang mit Niederlagen, die Disziplin beim Training – all das stärkt Resilienz. Wer flexibel bleibt, kommt in beiden Welten weiter.“
Euer Fazit nach über zehn Jahren Zusammenarbeit?
Mathias: „Für mich war der Sieg von Nils 2015 in Roth ein Highlight. Aber auch gemeinsame Veranstaltungen mit Unternehmen aus der Region bleiben unvergessen.“
Nils: „Ich denke an unsere Workshops, an die Bergkirchweih, an Mathias’ Starts in Roth. Wir haben viel erlebt – und immer voneinander gelernt.“
Habt ihr auch mal die Rollen getauscht?
Mathias: „Ab Tag 1 von Nils’ Trainingsplan habe ich mich voll auf ihn verlassen.“
Nils: „Mathias hat mir sofort vertraut – und das war die Basis. Coaching funktioniert nur mit Leidenschaft und Feedback. Am Ende muss der Athlet es selbst machen.“
Was verbindet euch heute noch?
Mathias: „Nach über 12 Jahren verändert sich so eine Beziehung ständig. Gerade arbeiten wir an einem Speaker-Konzept, um unsere Erfahrungen weiterzugeben.“
Nils: „Unser größtes Ritual ist, dass wir uns immer wieder neu erfinden. Wir wollen anderen Mut machen, ihre eigene Geschichte zu schreiben.“
Vielen Dank für das interessante Gespräch!
