Mitten in der Nürnberger Altstadt hat mit Wilma Wunder Nürnberg die erste fränkische Filiale des Gastronomiekonzepts eröffnet. Gemeinsam mit Christof Lage führt Serkan Özis das Lokal – und möchte daraus mehr machen als nur ein weiteres Restaurant in der Innenstadt.
Im Interview mit deinNämberch spricht Serkan über seine persönliche Verbindung zu Nürnberg, die Idee hinter Wilma Wunder und darüber, warum das Lokal vom Frühstück am Morgen bis zum letzten Drink am Abend ein Treffpunkt für ganz unterschiedliche Menschen sein soll. Außerdem verrät er, was die Nürnberger Wilma besonders machen soll und warum ein gutes Gastro-Team für ihn vor allem vom Zusammenhalt lebt.
Wie ist deine Beziehung zu Nürnberg?
Nürnberg ist für mich nicht einfach nur ein weiterer Standort von Wilma Wunder – es ist meine Heimat und die Stadt, mit der ich persönlich sehr verbunden bin. Ich lebe und arbeite hier schon lange und habe die Entwicklung der Stadt auch gastronomisch über viele Jahre miterlebt.
Deshalb war für mich schnell klar: Wenn wir eine Wilma Wunder eröffnen, dann soll es in Nürnberg sein. Ich finde, Nürnberg hat eine tolle Mischung aus Tradition, Geschichte und gleichzeitig einer jungen, modernen Seite.

Wer steckt hinter dem Team von Wilma Wunder Nürnberg – und wie habt ihr euch für den Standort gefunden?
Hinter Wilma Wunder Nürnberg steckt ein Team, das schon viel Erfahrung in der Gastronomie mitbringt und Nürnberg sehr gut kennt. Für uns war es wichtig, nicht einfach irgendein Konzept zu übernehmen, sondern etwas zu schaffen, mit dem wir uns auch persönlich identifizieren können.
Als wir Wilma Wunder kennengelernt haben, hat uns vor allem die Kombination aus Restaurant, Café und Treffpunkt gefallen. Wir hatten relativ schnell das Gefühl: Das passt nach Nürnberg, das passt zu uns.

Wilma Wunder liegt mitten in der Altstadt. Was macht diesen Standort für euch besonders?
Der Standort ist natürlich etwas Besonderes. Wir sind mitten in der Nürnberger Innenstadt, direkt dort, wo Einheimische unterwegs sind, Touristen die Stadt entdecken, Menschen einkaufen und abends ausgehen.
Genau diese Mischung gefällt uns. Wir wollten einen Ort schaffen, an dem man morgens zum Frühstück kommen kann, mittags kurz etwas isst, sich nachmittags auf einen Kaffee trifft und abends bei einem guten Essen und einem Drink sitzen bleibt.
Für alle, die Wilma Wunder noch nicht kennen: Wie würdet ihr das Konzept in wenigen Sätzen beschreiben?
Wilma Wunder ist ein Ort, an dem man sich einfach wohlfühlt. Wir verbinden Frühstück, Café, Restaurant und Bar miteinander – und sind somit von morgens bis abends für unsere Gäste da.
Kulinarisch dürfen sich unsere Gäste auf eine Mischung aus traditionellen Speisen und Getränken sowie modernen Kreationen mit einer Prise Kreativität freuen. Selbstverständlich bieten wir bei Wilma Wunder auch vegane und vegetarische Köstlichkeiten an. Bei uns findet also jeder sein Lieblingsgericht.

Wilma Wunder versteht sich als eine Art „zweites Zuhause“ – was wollt ihr den Gästen mit eurem Interior und den Speisen vermitteln?
Vor allem Wärme und Wohlfühlatmosphäre. Es soll nicht dieses Gefühl entstehen, dass man schnell essen muss und dann wieder gehen soll.
Beim Interior haben wir deshalb sehr darauf geachtet, dass es gemütlich und gleichzeitig hochwertig ist. Und beim Essen genauso: Es soll vertraut wirken, aber trotzdem immer wieder etwas Neues bieten.
Wir möchten, dass jemand nach seinem Besuch sagt: „War richtig schön hier, ich komme wieder“.

Was unterscheidet Wilma Wunder aus eurer Sicht von anderen Restaurants und Cafés in der Nürnberger Innenstadt?
Ich glaube, es ist vor allem die Kombination. Wir sind nicht nur Frühstückscafé, nicht nur Restaurant und nicht nur Bar. Man kann bei uns morgens anfangen und theoretisch bis abends bleiben.
Dazu kommt die Atmosphäre. Wir möchten, dass sich unterschiedliche Menschen bei uns wohlfühlen – Familien, Freunde, Geschäftsleute, Touristen, aber genauso jemand, der einfach alleine einen Kaffee trinken möchte.
Welche Gerichte, Getränke oder Momente stehen bei euren Gästen in Nürnberg besonders hoch im Kurs?
Das entwickelt sich natürlich gerade erst, aber wir merken schon, dass vor allem die Klassiker sehr gut funktionieren – sowohl beim Frühstück als auch bei unseren Gerichten für den ganzen Tag.
Und ich glaube, ein besonderer Moment ist tatsächlich der Übergang vom Nachmittag in den Abend: Wenn aus dem Kaffee langsam ein Aperitif wird und aus dem gemütlichen Nachmittag ein schöner Abend. Genau diese Flexibilität macht für mich Wilma Wunder aus.

Wilma Wunder ist die erste fränkische Filiale der Gastro-Kette. Was bedeutet das für euch als Team vor Ort?
Das macht uns schon ein bisschen stolz. Wir sind die erste Wilma-Wunder-Filiale in Franken und wollen natürlich zeigen, dass das Konzept auch hier funktioniert.
Gleichzeitig möchten wir aber kein „fremdes“ Konzept nach Nürnberg bringen. Wir wollen Wilma Wunder zu unserem Nürnberger Wilma Wunder machen. Mit einem Team, das aus der Region kommt, mit Nürnberger Gästen und mit unserem eigenen persönlichen Anspruch an Gastronomie.
Was macht ein gutes Gastro-Team für euch aus – gerade an einem lebendigen Standort mitten in der Stadt?
Für mich ist das Wichtigste der Zusammenhalt. Gastronomie kann manchmal stressig sein, gerade wenn plötzlich alle Tische gleichzeitig kommen. Dann muss man sich aufeinander verlassen können.
Ein gutes Team bedeutet für mich aber auch, dass man miteinander lachen kann, sich gegenseitig hilft und nicht jeder nur seinen eigenen Bereich sieht.
Und am Ende sollte der Gast gar nicht merken, wie viel Arbeit hinter einem guten Abend steckt. Wenn das Team funktioniert, fühlt sich der Abend für die Gäste leicht an.

Welche Rolle spielen Regionalität, Nachhaltigkeit und bewusster Genuss in eurem Alltag?
Diese Themen werden für uns immer wichtiger. Gerade in der Gastronomie kann man an vielen Stellen bewusst handeln – bei der Auswahl der Produkte, bei der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung oder beim Umgang mit Ressourcen.
Regionalität bedeutet für uns dabei nicht einfach nur, irgendwo „regional“ draufzuschreiben. Es geht vielmehr darum, bewusst auszuwählen und mit guten Produkten vernünftig umzugehen.

Zum Abschluss: Wie sieht für euch der perfekte Wilma-Wunder-Tag in Nürnberg aus – vom Frühstück bis zum letzten Drink?
Der perfekte Tag beginnt natürlich mit einem richtig guten Frühstück und einem Kaffee. Danach vielleicht ein entspanntes Mittagessen, am Nachmittag ein Stück Kuchen oder ein Aperitif mit Freunden.
Und abends wird es dann etwas lebendiger: gutes Essen, ein Glas Wein oder ein Cocktail und Menschen, die zusammensitzen und eine schöne Zeit haben.
Wenn dann irgendwann der letzte Drink serviert ist und die Gäste mit einem Lächeln nach Hause gehen, würde ich sagen: Das war ein perfekter „Wilma Wunder Tag“ in Nämberch.
Vielen Dank für dieses interessante Gespräch!
