Drei Gründer, eine klare Mission: Die Sportsfreunde Franken e.V. setzen sich dafür ein, dass wirklich jedes Kind Zugang zu Sport bekommt – unabhängig von finanziellen Voraussetzungen. Was als Idee begann, hat sich schnell zu einem Herzensprojekt für die Region entwickelt. Im Interview erzählen sie, warum ihnen Nürnberg so wichtig ist und wie sie echte Teilhabe schaffen wollen.
Was verbindet euch mit Nürnberg bzw. der Metropolregion?
Wir sind Anton Hulm, Thomas Carl und Martin Körner und haben gemeinsam die Sportsfreunde Franken e.V. gegründet. Wir sind alle in Nürnberg aufgewachsen und fühlen uns der Region daher stark verbunden. Mit unserem Sportangebot möchten wir gezielt Kinder aus finanziell schwächeren Familien in der Metropolregion unterstützen und ihnen den Zugang zu sportlichen Aktivitäten ermöglichen. Uns ist es ein besonderes Anliegen, vor Ort etwas zurückzugeben und einen positiven Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten.

Wie würdet ihr die Sportsfreunde Franken in einem Satz beschreiben?
SPORT FÜR JEDES KIND!
Wie ist die Idee entstanden – und was war der Auslöser, das Ganze zu starten?
Gestartet hat alles damit, dass Martin auf Thomas zukam mit dem Wunsch, etwas Gemeinnütziges zu machen. Damals hieß es noch „Bäume pflanzen“.
Der entscheidende Impuls kam dann, als Martin in einem Radiointerview auf das Buch „Jedes fünfte Kind“ von Catrin Boldebuck aufmerksam wurde. Nachdem er es gelesen hatte, entstand die konkrete Idee, sich gezielt für Kinder aus finanziell benachteiligten Familien einzusetzen.
Im nächsten Schritt haben wir Toni mit ins Boot geholt, und aus „Bäume pflanzen“ entwickelte sich unser heutiges Konzept: „Sport für jedes Kind“. Uns alle verbindet, dass wir in unserer eigenen Kindheit und Jugend stark von der sozialen Kraft des Sports geprägt wurden.
Genau diese positiven Erfahrungen möchten wir weitergeben, insbesondere an Kinder, die nicht die finanziellen oder sozialen Voraussetzungen haben, um selbstverständlich am Sport teilzunehmen.
Was unterscheidet euch von klassischen Sport- oder Freizeitangeboten in der Region?
Wir möchten, dass jedes Kind die Chance hat, sich sportlich auszutoben. Deshalb ist unser Angebot zu 100 % kostenfrei. Aber wir wollen mehr als nur Training; wir wollen Begeisterung wecken. Deshalb bieten wir nicht nur das, was man ohnehin schon kennt, sondern laden die Kids ein, Neues auszuprobieren: Ob sie sich in Bewegungsparcours auspowern, Teamgeist beim Spikeball lernen oder beim Kinderyoga zur Ruhe kommen, bei uns findet jedes Kind seinen eigenen Weg zum Sport.

Für wen ist euer Angebot gemacht?
Unser Angebot wird gezielt in sozial schwächeren Stadtteilen umgesetzt, richtet sich aber bewusst nicht ausschließlich an Kinder aus finanziell benachteiligten Familien. Uns ist ein inklusiver Ansatz besonders wichtig: Wir möchten ein Angebot schaffen, das allen Kindern offensteht – unabhängig von ihrer individuellen Lebenssituation.
Deshalb haben wir uns ganz bewusst gegen Einstiegshürden entschieden, wie beispielsweise einen Nachweis über finanzielle Bedürftigkeit. Unser Ziel ist es, Teilhabe so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten und Kindern einen einfachen Zugang zum Sport und zur Gemeinschaft zu ermöglichen.

Wie können Privatpersonen oder Unternehmen die Sportsfreunde Franken unterstützen?
Um unsere Ziele zu erreichen sind die Sportsfreunde Franken e.V. auf die Unterstützung von Privatpersonen und Unternehmen angewiesen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, uns zu helfen, sei es durch finanzielle und materielle Unterstützung in Form von Geld- und Sachspenden oder durch eine Fördermitgliedschaft, die bereits ab 24,00 € pro Jahr möglich ist. Unternehmen können durch Partnerschaften aktiv zu unserem Erfolg beitragen.
Doch auch ohne materielle Mittel gibt es zahlreiche Wege, uns zu unterstützen: Setzen Sie sich ehrenamtlich in unserem Verein ein, teilen Sie Ihre Begeisterung für uns mit Freunden und Familie und folgen Sie uns auf unseren Instagram- und LinkedIn-Kanälen, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Jede Form der Unterstützung ist wertvoll und hilft uns, unsere Vision weiter zu verfolgen!
Welche Herausforderungen gab es auf eurem Weg – und was habt ihr daraus gelernt?
Auf unserem Weg haben wir leider feststellen müssen, dass Bürokratie oft viel Zeit in Anspruch nimmt. Wir hatten gehofft, dass der Eintrag ins Vereinsregister schneller erfolgt, um zügig weitere Schritte einleiten zu können. Doch nun dürfen wir erfreulicherweise verkünden, dass alles geklappt hat und wir uns jetzt offiziell als eingetragener Verein nennen können. Diese Erfahrung hat uns gelehrt, dass man bei der Gründung eines Vereins viel Geduld und Zeit mitbringen muss.

Was war bisher euer größter Gänsehautmoment oder Erfolg?
Unser bisher größter Gänsehautmoment und Erfolg war eindeutig unsere Gründungsfeier. Wir haben uns sehr über die zahlreichen Gäste gefreut und konnten bereits die ersten Fördermitglieder und Spenden gewinnen. Besonders berührt hat uns das positive Feedback, das wir von unseren Gästen erhalten haben. Diese Ermutigung war ein echter Motivationsboost und hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Zum Abschluss: Was bedeutet Sport für euch persönlich?
Sport hat unser Leben geprägt. Er trägt nicht nur zu einem gesunden Lebensstil bei, sondern besitzt auch eine wertvolle soziale Komponente, von der wir massiv profitiert haben. Wir haben durch den Sport viele tiefe Freundschaften geschlossen und gelernt, was es bedeutet, sich anzustrengen, um Ziele zu erreichen. Zudem haben wir erfahren, wie man sich in eine Gruppe integriert und zu einer funktionierenden Gemeinschaft beiträgt. Diese Erfahrungen möchten wir an Kindern aus finanziell schwächeren Haushalten weitergeben.
Vielen Dank für dieses interessante Gespräch!
