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Interviewsocial.evo – authentischer Content, der inspiriert und Mut macht


Wie ist deine Verbindung zu Nürnberg?
Ich lebe seit jeher in Bayreuth und hatte bis vor zwei Jahren kaum Bezug zu Nürnberg. Doch dann zog meine Freundin zum Studium dorthin. Seither besuche ich die Stadt fast wöchentlich. Nürnberg, mit seinen vielen Menschen, bietet mir die perfekte Kulisse für meine Videos. So habe ich die Stadt und ihre Bewohner ins Herz geschlossen, obwohl ich hier nicht lebe.

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Lucas (r.) im Gespräch mit einem Fremden, den er auf einen Kaffee eingeladen hat. So sehen die Posts aus, die er auf seinem Instagram-Account „social.evo“ veröffentlicht. Screenshots: social.evo

Wie bist du ursprünglich in die Social-Media-Welt eingestiegen?
Die Idee für meinen Account hatte ich lange, bevor ich mein erstes Video postete. Irgendwann überwand ich mich, überzeugt, dass es kaum jemand sehen würde. Doch am nächsten Tag hatte das Video über 100.000 Klicks, und Freunde fragten, ob ich es sei.

Was hat dich daran gereizt?
Ich wollte Menschen an meiner persönlichen Entwicklung teilhaben lassen. Besonders reizte mich die Möglichkeit, andere zu inspirieren, aus sich herauszukommen und Positivität zu verbreiten.

Was steckt hinter „social.evo“ – wie ist die Idee zu dem Account entstanden?
Früher war ich schüchtern und unsicher. Irgendwann sagte ich mir: „Das reicht.“ Ich wollte extrovertierter werden und besser mit Menschen reden können. Also begann ich, Fremden Komplimente zu machen und Gespräche zu führen. Nach einem Jahr dachte ich: „Warum nicht mit der Kamera begleiten?“ So entstand die Idee.

Dein Content wirkt sehr nahbar – gibt es eine Strategie oder hauptsächlich Spontaneität?
Tatsächlich steckt wenig Strategie dahinter. Meine drei Hauptserien (Komplimente verteilen, Ablehnungstherapie und Fremde auf einen Kaffee einladen) entstanden spontan. Ich mache, was mir Spaß macht. Wichtig ist, dass ich mich überwinde und andere inspiriere. Am wichtigsten ist die Authentizität.

Komplimente an Fremde auf der Straße verteilen – diese Art von Content ist ebenso Bestandteil des Instagram-Accounts „social.evo“. Screenshots: social.evo

Für wen machst du deinen Content – wen möchtest du konkret erreichen?
Für Menschen, die Unterhaltung suchen, und vor allem für jene, die ähnliche Herausforderungen haben wie ich. Diese möchte ich inspirieren.

Was unterscheidet deinen Account aus deiner Sicht von klassischen Social-Media- oder Marketing-Profilen?
Gute Frage. Vielleicht, weil ich nicht nur die Theorie des „sozialer Werdens“ erkläre, sondern es auch praktisch zeige.

Welche Inhalte funktionieren bei dir aktuell am besten – und warum glaubst du, ist das so?
Die Videos, in denen ich Fremde auf einen Kaffee einlade, kommen gut an. Sie zeigen, dass wir leichter neue Menschen kennenlernen können, als wir denken. Die Gespräche sind oft tiefgründig und menschlich. Diese Mischung aus Zufälligkeit und Menschlichkeit macht den Reiz aus.

Viele sprechen von „Authentizität“ – was bedeutet das für dich ganz konkret im Content-Alltag?
Zu zeigen, wer man wirklich ist und wie man durch die Welt geht.

Wie entwickelst du neue Content-Ideen – gibt es bei dir eher Strategie oder Intuition?
Zu 100% Intuition.

An Weihnachten verschenkte Lucas Pizza an Menschen, die im Schichtdienst arbeiten. Die Videos dazu veröffentlichte er auf dem Instagram-Accounts „social.evo“. Screenshots: social.evo

Wenn du in die Zukunft blickst: In welche Richtung soll sich „social. evo“ entwickeln?
Ich möchte weitermachen wie bisher, aber mehr von mir zeigen. Mehr Videos vor der Kamera, in denen ich Tipps gebe und Gedanken teile. Langfristig möchte ich noch mehr inspirieren und helfen.

Vielen Dank für dieses interessante Gespräch!

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