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Newsletter #30/26: 🏃🏽‍♀️Nürnberg in Bewegung, ein Pfarrer, der Kirche neu denkt und ein Doppeljubiläum

Servus 🙂

in diesem Newsletter erfährst Du jeden Mittwoch um 20 Uhr,

  • welche Spots und Locations Du in Nürnberg noch entdecken kannst,
  • welche Nürnbergerin oder welcher Nürnberger etwas zu sagen hat
  • und was die nächsten Tage und Wochen in Nürnberg abgeht.

Die Themen dieser Ausgabe im Überblick:

  • FREIZEIT: Jazzklänge und Laufschuhe – Nürnberg kommt in Bewegung
  • TIPP: 70 Jahre Rotes Haus und 50 Jahre Gelbes Haus – Doppeljubiläum in Nürnberg
  • INTERVIEW: Martin Brons – Ein Pfarrer, der Kirche neu denkt
  • TERMINE: Diese 2 Events solltest Du nicht verpassen
  • LESENSWERT: Spannende Themen aus der Region

FREIZEIT: Jazzklänge und Laufschuhe – Nürnberg kommt in Bewegung

Musikalisch oder sportlich unterwegs? In den kommenden Wochen stehen in Nürnberg gleich zwei Veranstaltungshighlights an: Vom 23. Oktober bis 15. November bringt das NUEJAZZ Festival internationale Musikerinnen und Musiker auf die Bühnen der Region. Und am 25. Oktober verwandelt der SportScheck RUN die Nürnberger Innenstadt in eine große Laufstrecke. Wir stellen Dir beide Events vor!

SportScheck RUN: Nürnberg läuft wieder!

Am Sonntag, 25. Oktober 2026, heißt es wieder: Laufschuhe schnüren und ab auf die Strecke! Beim SportScheck RUN treffen sich Laufbegeisterte aller Altersgruppen, um gemeinsam durch Nürnberg zu laufen.

Ob kurze Distanz, 10-Kilometer-Lauf oder Halbmarathon über 21,1 Kilometer – für verschiedene Fitnesslevel ist etwas dabei. Auch der Nachwuchs darf mitmachen: Beim Bambini RUN über 600 Meter und beim Kids RUN über 1,7 Kilometer können die jüngsten Läuferinnen und Läufer ihre sportliche Begeisterung zeigen.

Der Zeitplan im Überblick:

  • 09:30 Uhr: Bambini RUN (600 Meter)
  • 10:00 Uhr: Halbmarathon (21,1 Kilometer)
  • 10:10 Uhr: Kids RUN (1,7 Kilometer)
  • 13:15 Uhr: 10-Kilometer-Lauf
  • 15:00 Uhr: Kürzere Laufdistanz

Eine Besonderheit: Alle Teilnehmenden tragen ein offizielles SportScheck RUN Shirt von Brooks, das die klassische Startnummer ersetzt. Dazu gibt es gemeinsame Warm-ups und verschiedene Aktionen rund um das Laufevent.

Auch für Zuschauer lohnt es sich, vorbeizuschauen und die Läuferinnen und Läufer anzufeuern.

NUEJAZZ Festival: Nürnberg wird zur Jazzbühne

Vom 23. Oktober bis 15. November 2026 wird es musikalisch in Nürnberg und Erlangen. Das NUEJAZZ Festival bringt internationale Jazzgrößen, junge Talente und außergewöhnliche Musikprojekte auf die Bühnen der Region.

Dabei geht es längst nicht nur um klassischen Jazz: Das Festival verbindet unterschiedlichste Musikrichtungen, von Blues und Folk bis hin zu experimentellen Sounds und modernen Grooves.

Los geht es am Freitag, 23. Oktober, unter anderem mit der kostenlosen Vernissage der Ausstellung „Jazz & Design“ in der Kulturwerkstatt Auf AEG. Auch das audiovisuelle Konzertprojekt „TRANSIENT“ ist Teil des Auftaktprogramms.

Am Samstag, 24. Oktober, steht das European Jazz Companions Orchestra gemeinsam mit der französischen Sängerin Marion Rampal auf der Bühne der Kulturwerkstatt Auf AEG.

Ein weiteres Highlight erwartet Musikfans am 12. November im Z-Bau: Der international bekannte Trompeter Ibrahim Maalouf verbindet mit seinem Ensemble „The Trumpets of Michel-Ange“ Jazz und orientalische Musik. Am 13. November ist außerdem der mehrfach Grammy-nominierte Jazzpianist Gerald Clayton im Künstlerhaus zu erleben.

Weitere Konzerte, Workshops und besondere Musikprojekte runden das Festivalprogramm ab. Damit ist NUEJAZZ nicht nur etwas für eingefleischte Jazzfans, sondern auch für alle, die neue musikalische Welten entdecken möchten.

Ob sportlich auf der Laufstrecke oder musikalisch vor der Bühne: Nürnberg bietet in den kommenden Wochen reichlich Gelegenheit, gemeinsam etwas zu erleben!


TIPP: 70 Jahre Rotes Haus und 50 Jahre Gelbes Haus – Doppeljubiläum in Nürnberg

Am 17. Oktober 2026 lädt die Rudolf Steiner-Schule Nürnberg zum Doppeljubiläum ihrer Kindertagesstätten am Steinplattenweg ein. Gefeiert werden 70 Jahre Rotes Haus und 50 Jahre Gelbes Haus. Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Einblicken in die Einrichtungen, öffentlichen Monatsfeiern, Ausstellungen und einem Herbstfest.

Ein besonderer Programmpunkt ist die Enthüllung einer Gedenktafel um 10:45 Uhr am Roten Haus. Sie erinnert an die Familie des jüdischen Hopfenhändlers Kurt Rosenfeld, die 1938 aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung ihr Zuhause verlassen musste.

Von 10:45 bis 14:00 Uhr öffnen beide Häuser ihre Türen und informieren über die Betreuung in Wiegestube, Kindergarten und Hort. Bereits um 9:15 und 10:15 Uhr finden öffentliche Monatsfeiern statt. 

Ein weiteres Highlight ist die Vernissage der Künstlerin Brigitte Pfaffenberger. Von 12:00 bis 15:00 Uhr werden im 3. Obergeschoss der Schule erstmals ausgewählte Werke der 2019 verstorbenen Nürnberger Künstlerin präsentiert. Besucher erwartet ein Einblick in ihr vielseitiges künstlerisches Schaffen, begleitet von Fingerfood und Getränken.

Ab 12:45 Uhr lädt das Herbstfest mit Musik, Tanz, Bastelangeboten und einem kleinen Markt zum gemeinsamen Feiern ein.

Die Veranstaltung findet am Steinplattenweg 24 und 25 in Nürnberg statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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INTERVIEW: Martin Brons – Ein Pfarrer, der Kirche neu denkt

Martin Brons. Foto: Daniel Ursus Ochs 

Von Maxfeld über Rom und Jerusalem zurück nach Nürnberg: Martin Brons ist Pfarrer an St. Sebald und möchte Kirche dort erlebbar machen, wo das Leben stattfindet. Ob beim Club-Gottesdienst zum 125. Geburtstag des 1. FC Nürnberg, beim Bardentreffen oder auf Instagram – für ihn gehört Kirche mitten in die Stadtgesellschaft.

Im Interview mit deinNämberch spricht er über seine Verbundenheit zu Nürnberg, ungewöhnliche Gottesdienste und seine Vision für die Zukunft der Kirche in unserer Stadt.

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Martin, du bist in Nürnberg aufgewachsen – was bedeutet dir die Stadt heute?
Nürnberg ist für mich echte Heimat – und das merke ich wahrscheinlich umso stärker, weil ich zwischendurch an ganz unterschiedlichen Orten gelebt habe. Ich habe die ersten Jahre in Maxfeld verbracht und dann die Jugend in Kraftshof. War Kärwa-Bursche und habe hier als Rettungssanitäter Zivildienst gemacht. Dadurch kenne ich viele Ecken und Menschen seit meiner Kindheit und habe gleichzeitig das Gefühl, diese Stadt immer noch neu entdecken zu können.

Was ich an Nürnberg mag, ist diese besondere Mischung: eine Stadt mit einer unglaublich reichen Geschichte, die aber nicht in ihrer Geschichte stehen bleibt. Man kann hier sehr bodenständig sein und gleichzeitig weit über den eigenen Tellerrand schauen. Und Nürnberg ist groß genug, dass sehr unterschiedliche Menschen und Lebenswelten zusammenkommen – und klein genug, dass man sich begegnet. Das macht für mich mein Nämberch aus.

Du hast unter anderem in Rom, Heidelberg, Jerusalem und Berlin gelebt und gearbeitet. Warum bist du schließlich wieder in Nürnberg gelandet?
Ich bin sehr dankbar für diese Jahre. Gerade Jerusalem und Rom haben meinen Blick darauf geprägt, was Religion, Geschichte und große Kirchenräume für Menschen bedeuten können. Und auch die anderen Stationen haben meinen Horizont erweitert. Dass ich wieder in Nürnberg gelandet bin, war trotzdem nicht Teil eines großen Lebensplans. Manches fügt sich einfach: in Nürnberg waren zur richtigen Zeit Stellen frei, die für meine Frau und mich gepasst haben. Heute empfinde ich es als großes Glück, all diese Erfahrungen an den Ort zurückbringen zu können, an dem ich selbst groß geworden bin.

Und vielleicht schaut man auf die eigene Stadt nach Jahren anderswo auch mit anderen Augen. Vieles, was einem als Kind selbstverständlich erschien, entdeckt man plötzlich als etwas Besonderes.

Was reizt dich daran, ausgerechnet mitten in der Nürnberger Altstadt Pfarrer zu sein?
Dass eigentlich kein Tag planbar ist. St. Sebald liegt mitten im Herzen der Stadt. Hier kommen Gemeindeglieder, Touristen aus aller Welt, Schulklassen, Menschen auf dem Weg zur Arbeit, Politikerinnen und Politiker, Musiker, Obdachlose, Brautpaare und Trauernde zusammen. Und das seit 800 Jahren! Manche kommen zum Gottesdienst, andere wegen Dürer oder Pachelbel, manche zünden nur eine Kerze an und gehen nach fünf Minuten wieder.

Genau das finde ich faszinierend. Ich möchte Pfarrer nicht nur für diejenigen sein, die ohnehin jeden Sonntag in die Kirche kommen (und: unsere Gottesdienste sind sehr gut besucht!). Eine Stadtkirche ist für mich ein Ort, an dem Kirche und Stadtgesellschaft sich begegnen. Und die große Besonderheit für uns ist: dass der Nürnberger Stadtpatron schon immer die Menschen um sich versammelt hat.

Du sagst, Kirche soll in der Stadt präsent sein. Was bedeutet das für dich ganz konkret?
Für mich bedeutet das zunächst: Die Türen müssen offen sein – und wir müssen selbst durch diese Türen hinausgehen.

Kirche darf nicht darauf warten, dass die Menschen zu ihr kommen. Sie muss wahrnehmen, was die Menschen einer Stadt beschäftigt: Freude und Trauer, politische und gesellschaftliche Fragen, Kultur, Musik, Sport, Einsamkeit, die Suche nach Orientierung.

Deshalb gehören für mich ein klassischer Sonntagsgottesdienst, das Coventry-Friedensgebet, ein Gespräch bei einer Tasse Kaffee in unserem Café Maulbeere im Sebalder Pfarrhof, ein Konzert, eine Schulklasse, ein Fußballgottesdienst oder auch eine Diskussion über die Zukunft unserer Stadt durchaus zusammen. Es geht immer um Menschen und um die Frage, was unserem Leben Halt, Hoffnung und Orientierung gibt.

Und das Spannende für mich: Das hat sich schon immer auch an der Person unseres Stadtpatrons Sebaldus festgemacht.

Zum 125. Geburtstag des 1. FC Nürnberg hast du einen besonderen Gottesdienst in St. Sebald mitinitiiert. Wie kam es dazu – und was ist dir davon besonders in Erinnerung geblieben?
Der Club gehört zu Nürnberg – mit all seinen Höhen und Tiefen, seiner großen Geschichte und dieser manchmal ziemlich leidenschaftlichen Leidensfähigkeit seiner Fans. Insofern hatte ich mich schon immer gefragt, warum wir in Nürnberg keine zentralen Fan-Gottesdienste mit dem Club haben. Nach der Anfrage war für mich deshalb schnell klar: Wenn der 1. FC Nürnberg seinen 125. Geburtstag feiert, muss das auch in St. Sebald seinen Ort haben: „Die Legende lebt“ gilt für St. Sebald als Stadtpatron genauso wie für den Club.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die unfassbare Atmosphäre: Da saßen und standen Menschen in Club-Trikots mit ihren Fahnen in einer fast 800 Jahre alten Kirche und haben miteinander gesungen, gebetet und gefeiert. Und plötzlich merkt man, dass Fußball und Kirche mehr miteinander zu tun haben, als man zunächst denkt: Gemeinschaft, Treue, Hoffnung – und die Fähigkeit, auch nach Niederlagen wieder aufzustehen. Gerade als Clubberer braucht man davon bekanntlich einiges.

Welche besonderen Projekte für St. Sebald und St. Egidien anstehen und warum Martin Brons auch auf Instagram sehr aktiv ist, liest Du im ungekürzten Interview auf deinNämberch.de!



Psychische Gesundheit im Mittelpunkt: Wie können wir unsere seelische Gesundheit stärken und besser mit psychischen Belastungen umgehen? Die Woche der seelischen Gesundheit in Nürnberg macht auf das Thema aufmerksam und lädt dazu ein, sich zu informieren, auszutauschen und Unterstützungsmöglichkeiten kennenzulernen. Noch bis zum 20. Oktober 2026 gibt es dazu in der Stadt ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Diskussionen, Mitmachaktionen und Beratungsangeboten. Ziel ist es auch, Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen abzubauen. Hier geht’s zum Programm der Woche der seelischen Gesundheit.


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