Eine wirdenkenlokal. Medienmarke

InterviewFelix Zuppe von Mindlook über Meditation, Nürnberg und innere Ruhe im Alltag

Wie ist deine Beziehung zu Nürnberg?
Seit ich vor anderthalb Jahren nach Nürnberg zog, hat sich meine Beziehung zur Stadt stark gewandelt. In Franken aufgewachsen, besuchte ich Nürnberg früher nur flüchtig. Jetzt entdecke ich ständig neue, schöne Ecken und spüre die Lebendigkeit und Vielfalt der Stadt.

Dieser Artikel ist exklusiv für deinNämberch.de-Newsletter-Abonnenten.

Melde dich hier einfach kostenlos für den deinNämberch.de-Newsletter an, um den Artikel lesen zu können.

Loading...

Felix Zuppe, Gründer von Mindlook. Titelbild mit Kollegin Petra Hess. Fotos: Mindlook

Was macht Nürnberg für dich besonders?
Nürnbergs Reiz liegt für mich in der Mischung aus kultureller Vielfalt und fränkischer Tradition. Die Stadt bietet für jeden etwas: Musik, Sport, Kunst. Hier kann man seinen Hobbys nachgehen und sich kreativ oder aktiv entfalten.

Wie begann deine Reise zur Meditation und was führte zur Gründung von Mindlook?
Meine Meditationsreise startete 2018 in Neuseeland, inspiriert von meinem Cousin, einem Profisportler, der Meditation in seinen Alltag integriert hat. Nach einem Vipassana-Retreat in Australien, einem zehntägigen Schweige-Retreat, wuchs in mir der Wunsch, anderen zu innerer Ruhe zu verhelfen. Zurück in der Heimat nahm ich meine erste Meditation auf und lud sie online hoch. So entstand der Mindlook Podcast, der inzwischen über 25 Millionen Mal genutzt wurde.

Was unterscheidet die Meditationen von Mindlook von klassischen Meditations-Apps oder Yogakursen?
Mindlook-Meditationen eignen sich für Anfänger und Fortgeschrittene. Ich arbeite gern mit Metaphern und Visualisierungen, um innere Bilder zu schaffen. Hörer schätzen meine Stimme und meinen Sprechstil, auch wenn das Geschmackssache ist. Zusammen mit Petra entwickelten wir das Meditation Journal, das hilft, eine Achtsamkeitsroutine aufzubauen. Jede Seite bietet einen QR-Code zu einer neuen Meditation und Platz für eigene Gedanken. Die Meditationen sind kurz, um die Regelmäßigkeit zu fördern.

Viele Menschen hetzen durch den Alltag. Was rätst du jemandem, der sagt: „Ich habe keine Zeit zum Meditieren“?
Ein Sprichwort sagt: „Meditiere täglich 20 Minuten, es sei denn, du hast keine Zeit. Dann meditiere eine Stunde.“ Ich weiß, dass das schwer umzusetzen ist, besonders in stressigen Zeiten. Beginne klein: Fünf Minuten täglich sind ein guter Start. Ein fester Termin im Kalender hilft, die Routine einzuhalten. Stehe ein paar Minuten früher auf, wenn sonst keine Zeit bleibt. Regelmäßigkeit ist entscheidend. Unser Journal unterstützt dabei. Mit wenigen Minuten täglich baut man eine Routine auf und spürt langfristig den Unterschied.

Wo findest du in der Stadt Ruhe oder Zeit zum Durchatmen?
Der Lärm und die Reize der Großstadt können anstrengend sein. Ich finde Ruhe bei Spaziergängen im Pegnitzgrund.

Hast du einen Tipp für eine kleine Übung, die Entschleunigung in den Alltag bringt?
Ich bin ein großer Fan von Atemübungen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Beim Warten kann man sie anwenden, um kurz zur Ruhe zu kommen. Statt das Smartphone zu zücken, nutze die Zeit zum Entspannen. Eine einfache Methode ist die 2:1-Atemübung: Atme doppelt so lange aus, wie du einatmest. Zum Beispiel drei Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen. Passe den Rhythmus nach Bedarf an. Die langsame Ausatmung beruhigt den Körper.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank! Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung mit Klick auf den Link in der E-Mail, die Sie von uns erhalten haben.

Nürnberg-Newsletter kostenlos abonnieren!