Vom Foodtruck RibWich über Foodtrucks Deutschland bis zu „30 Tage, 30 Weggla“: Im Interview mit deinNämberch spricht Nürnbergs Foodtruck-Pionier Klaus P. Wünsch alias „handfood05“ über seine Liebe zu Nämberch, gutes Essen auf die Hand und warum Authentizität auf Social Media für ihn das A und O ist.
Wie ist deine Beziehung zu Nürnberg?
Kurz & knapp: Ich liiebe Nämberch! Aufgewachsen, in die Schule gegangen und fast immer dort gewohnt. Aktuell lebe ich mit meiner Family in Schwabach. Muss aber jeden Tag mindestens einmal „übers Feld“ nach Nürnberg fahren. Heimatluft riechen. Ohne Gschmarrie!

Wie hat deine Laufbahn in der Gastronomie angefangen?
Privat schon recht früh, ich habe schon immer gerne gekocht. Bereits bei Oma und Mama immer neben dem Kochtopf gestanden. Später dann richtig mit der Gründung des Foodtrucks RibWich 2010. Und vielen weiteren Konzepten in der Folge. Aber immer mobil. Ich möchte keine stationäre Gastro. Ich liebe die Mobilität und Freiheit.
Wie kam die Idee, mit einem Foodtruck etwas komplett Neues aufzubauen?
Der berühmte Blick über den „Großen Teich“ nach USA. Damals startete dort gerade die zweite Welle Foodtruck Business. Die Leute hatten kein Geld mehr für vergleichsweise teure Restaurantbesuche am Mittag. Das haben viele genutzt, um durch die mobile Variante günstiger zu starten und zu verkaufen. Dieses Mal aber auch mit viel besserer Küche als zuvor in den sogenannten „Roach Coaches“. Das war für mich die Initialzündung es ähnlich in Deutschland umzusetzen. Und… es hat geklappt. Nicht nur unser eigenes Foodtruck Business zu entwickeln, sondern die neu startende Szene von Anfang zu begleiten und mitzugestalten.
Mit der Gründung von Foodtrucks Deutschland sind auch noch viele weitere schöne Services entstanden: Foodtruck Catering (wir betreuen und versorgen B2B Großkunden und Konzerne für deren Events mit leckerstem Food), Foodtruck Coach (StartUp Beratung für Neustarter, aber auch Struggle-Support für laufende Konzepte) und Durchführung von eigenen Events (zum Beispiel mit „Foodtrucks im Park“ im Südwestpark Nürnberg).

Heute bist du mit „handfood05“ zurück – was hat dich dazu bewegt, nochmal ganz anders durchzustarten?
Aktuell habe ich neben meinen Haupttätigkeiten mit Foodtrucks Deutschland auch noch ein eigenes Foodtruck-Konzept: COLD CUTS – Leckere Premium Cold Sub Sandwiches. Ich bin mittags on Tour und wir liefern für Firmen und Veranstaltungen Subs.

Was steckt hinter dem Namen „handfood05“ – und wofür steht dein Konzept?
HAND FOOD steht für leckerstes Essen ‚Auf die Hand‘. Food unterwegs.
Im Winter 2025/26 habe ich dann so richtig Lust verspürt, das auch mal in kurze und relativ simple Videoclips zu packen und auf meinen vier Kanälen online zu stellen. Ich bin bei Instagram, Facebook, TikTok und YouTube unterwegs. Mit dem Special „30 Tage, 30 Weggla“ zum Start der Kanäle habe ich leckere Leberkäsweggla in und um Nürnberg getestet. Und das hat echt für ein wenig Aufsehen gesorgt.
Dein neuer Instagram-Kanal wirkt sehr direkt und nahbar – was ist deine Idee hinter dem Content?
Einfach über Essen sprechen und andere daran teilhaben lassen. Ich betreue den Kanal selbst und schreibe auch direkt mit allen Followern.

Welche Rolle spielt Instagram für dich heute im Vergleich zu früher, als du die Szene aufgebaut hast?
Im Grunde eine genauso wichtige und notwendige Rolle wie damals auch schon. Allerdings waren wir zum Foodtruck-Start eher auf Facebook unterwegs. Heute ist es ja eher Instagram. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich Facebook echt unterschätzt habe… wir haben auch dort eine riesige Fanbase.
Was möchtest du den Menschen über deinen Kanal zeigen, was man so sonst nicht mitbekommt?
Niederschwellige, witzige und fränkische Infos und Reviews über leckeres „Auf die Hand“-Food in und um Nürnberg – aber auch darüber hinaus. Für Was? Für neue Konzepte, kleine StartUps, aber auch Alteingesessene, die das Netz noch nicht so stark oder richtig nutzen. Ich liebe einfach alle Facetten und alle Persönlichkeiten, die ich dadurch kennenlerne.
Wie wichtig ist dir Persönlichkeit und Authentizität auf Social Media – gerade in der Foodbranche?
Für mich das A und O. Sei du! Oder lass es! Gerade bei Personal Brands. Das ist auch das, was die Leute sehen wollen. Der, der da in die Kamera spricht und den, den man am Essensstand dann zufällig trifft, diese Personen müssen übereinstimmen. Keine Rolle spielen, sondern echt sein.

Wie soll sich „handfood05“ auf Instagram und als Marke weiterentwickeln?
Ich habe noch so einiges auf dem Zettel, was diesen Kanal angeht. Gerne natürlich noch ganz viel gutes Essen probieren. Aber auch Events rund um das Thema veranstalten. Oder auch ein cooles Podcastformat schwebt mir vor: „Auf ein Weggla mit….“ Na mal schaun!
Vielen Dank für dieses interessante Gespräch!
