Ehrlich gesagt war es gar nicht so leicht, sich auf 7 Nürnberger Sehenswürdigkeiten zu beschränken. Noch schwerer war es eine TOP-Liste aufzustellen, deshalb sind die Sehenswürdigkeiten auch zufällig geordnet.

1. Albrecht-Dürer-Haus

Fangen wir doch mal mit Herrn Albrecht Dürer, Deutschlands wohl berühmtesten Maler, an. Er lebte im Albrecht-Dürer-Haus, als er 38 Jahre alt war, für fast 20 Jahre.

Das Haus ist vor allem deshalb eine Besichtigung wert, weil es im Krieg nicht zerstört wurde. Die Atmosphäre ist also auf jeden Fall authentisch.

Die Führung durch das Haus übernimmt übrigens eine Schauspielerin, die in die Rolle der Agnes Dürer schlüpft.

Du findest das Albrecht-Dürer-Haus, wie könnte es anders sein, in der

 Albrecht-Dürer-Straße 39 in 90403 Nürnberg.

2. Handwerkerhof

Etwas handfester geht es im Handwerkerhof in Nürnberg zu.

Hinter dem Burggraben steht ein kleines Dorf mit Fachwerkhäusern und kleinen Gassen.

Du kannst Goldschmieden, Zinngießern, Ledermachern, Glasschleifern oder Puppenmachern bei der Arbeit zuschauen. Kulinarisch abgerundet wird das Ganze mit einem breiten Angebot von Bratwürsten, über fränkisches Bier und Wein bis hin zu Lebkuchen.

Übrigens gibt es den Handwerkerhof auch nur wegen Albrecht Dürer, denn er wurde anlässlich des Dürerjahrs (500. Geburtstag) eröffnet. Kostenpunkt 800.000 DM.

Königstraße 82, 90402 Nürnberg (Lageplan)

3. Nürnberger Christkindlesmarkt

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist auch über die Stadtgrenzen hinaus weit bekannt. Eigentlich ist es ja jedes Jahr viel zu voll und ab einer gewissen Uhrzeit ist es nur noch ein “Schwimmen mit dem Strom” oder ein “Drücken und Schieben”, aber trotzdem ist er definitiv einen Besuch wert. Die zahlreichen Buden bieten jede Menge weihnachtliches an und der eine Glühwein im Jahr muss auch sein.

Wenn du den Weg dann bereits kennst, dann gehst du auf jeden Fall nochmal außerhalb der Christkindlesmarkt-Zeit vorbei und schaust dir noch den “Schönen Brunnen” und die Frauenkirche an, denn die stehen auch direkt am Hauptmarkt.

Hauptmarkt, 90403 Nürnberg

4. Henkersteg

Der Henkersteg ist ein Holzsteg, der über die Pegnitz führt. Eigentlich wurde er ursprünglich “Langer Steg” genannt, aber auf Grund des nahe liegenden Henkerhauses relativ schnell umbenannt. 1595 wurde er erbaut und führt zwischen Marxbrücke und Karlsbrücke über die Pegnitz.

Henkersteg, 90403 Nürnberg

5. Nürnberger Burg

Jeder Nürnberger war schon mal dort. Jeder kennt sie, die Burg. Dabei können wir froh sein, dass sie jetzt wieder so aussieht. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie nämlich durch die Luftangriffe schwer beschädigt.

Bis heute wurde sie wieder aufgebaut und oftmals restauriert. Wer sich die Burg anschaut, sollte unbedingt auch dem Bürgermeistergarten einen Besuch abstatten. Viele kennen diesen gar nicht, aber er ist definitiv ein Geheimtipp.

Passend zum Geheimtipp ein Fakt über ihn: Der Bürgermeistergarten heißt übrigens Bürgermeistergraben, weil dieser Teil der Burganlage früher nur an den Bürgermeister vermietet wurde.

Burg 13, 90403 Nürnberg

6. Lorenzkirche

Köln hat den Dom, aber wir haben unsere Lorenzkirche. Ist diese hochgotische Basilika nicht ein wahrer Augenschmaus? Ausgestattet wurde die Lorenzkirche mit Kunstwerken von verschiedenen Malern und Bildhauern. Unter anderem mit dem Sakramentshaus (ein 19 m hohes Sandstein-Tabernakel), mit dem Engelsgruß – ein riesiges Schnitzwerk – und auch mit dem Annenaltar, der auf das Jahr 1510 datiert wird.

Lorenzer Pl. 1, 90402 Nürnberg

7. Ehemaliges Reichsparteitagsgelände

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände der NSDAP zeigt heute noch den wahnsinnigen Größenwahn des nationalsozialistischen Regimes.

Das Dokumentationszentrum am Reichsparteitagsgelände sollte jeder mal besucht haben. Auch ist es Teil des Lehrplans vieler Schulen.

Die Dauerausstellung “Faszination und Gewalt” befasst sich mit den Ursachen,  Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg