Sonntag heißt bei dir Netflix & Chill? Wenn deine Augen schon das Format 16:9 haben, solltest du unbedingt diese Alternativen für deinen Sonntagnachmittag kennen!

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Das mit Abstand meistbesuchteste Museum in Nürnberg liegt direkt am wunderschönen Dutzendteich und befasst sich mit Ursachen, Zusammenhängen und Folgen des Nationalsozialismus. Seit der Eröffnung im November 2001 zählt das Dokumentationszentrum bereits über 3,5 Millionen Besucher. Gerade heute ist es umso wichtiger, dass wir die Geschichte kennen und sie uns bewusst machen. #wirsindmehr

Germanisches Nationalmuseum

Das GNM ist das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschsprachigen Raums. Rund 25.000 Objekte, von der Frühzeit bis zur Gegenwart, kannst du hier bestaunen: Unter anderem archäologische Funde aus der Altsteinzeit, Kleidung aus dem 17. Jahrhundert oder mittelalterliche Goldschmiedekunst. Außerdem finden das ganze Jahr verschiedene Sonderausstellungen, Konzerte und Kurse statt.

Albrecht-Dürer-Haus

Nachdem du im GNM Originalwerke von Albrecht Dürer bewundert hast, möchtest du mehr über den berühmten Nürnberger erfahren? Dann ab ins Albrecht-Dürer-Haus in der Albrecht-Dürer-Straße (wo sonst?)! Das gegen 1420 errichtete Haus war fast 20 Jahre lang die Wohn- und Arbeitsstätte Dürers bis er kurz vor seinem 57. Geburtstag Mutmaßungen nach an Malaria starb. Lass dich von Dürers Frau Agnes per Audioguide durch das 4-stöckige, imposante Fachwerkhaus führen.

Neues Museum

Wer sich für Kunst und Design interessiert, ist hier an der richtigen Adresse. Von den 1950er Jahren bis hin zur Gegenwart findest du auf 3000 m2 rund 1.500 Kunstwerke. Ob Malerei, Plastik, Fotografie oder Videokunst: hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und wenn wir schon beim Geschmack sind: Seit März 2015 betreut ein Stadtimker auf dem Dach des Neuen Museums drei Holzstöcke mit fleißigen Museumsbienen. Deren Honig mit dem Namen STADTGOLD kannst du im Museumsshop käuflich erwerben.

Stadtmuseum im Fembo-Haus

Von allen historischen Bürgerhäusern in Nürnberg hat das Hauptgebäude des Fembo-Hauses als einziges den 2. Weltkrieg überstanden. Und genau in diesem prächtigsten Bürgerpalais Nürnbergs aus dem 16. Jahrhundert erlebst du 950 Jahre Stadtgeschichte. Besonders beeindruckend ist die Barockstuckdecke im zweiten Obergeschoss, die 1674 von dem italienischem Stuckateur Brentano geschaffen wurde. Kleiner Tipp, falls bei dir bald die Hochzeitsglocken läuten: Von April bis Oktober kann man sich unter der faszinierenden Barockdecke standesamtlich trauen lassen! Mit der Glücksgöttin Fortuna auf dem Dach und der Liebesgöttin Venus und ihrem treuen Begleiter Armor an der Decke kann doch gar nichts mehr schief gehen. Oder?!

Spielzeugmuseum

Seit über 600 Jahren ist Nürnberg die Stadt des Spielzeugs. Das beweist auch die Nürnberger Spielwarenmesse, die weltweit größte Fachmesse der Spielzeugbranche. Anders als die Spielwarenmesse jedoch, die ihre Tore nur für Fachbesucher öffnet, lädt das Spielzeugmuseum an fast jedem Tag Groß und Klein zum Staunen und Entdecken ein. Lass dich inspirieren und fühle dich für ein paar Stunden in deine Kindheit und die deiner Großeltern zurückversetzt.

Mittelalterliche Lochgefängnisse

Kein richtiges Museum, aber eine historische Sehenswürdigkeit sind die Lochgefängnisse in den Kellergewölben des Nürnberger Rathauses. Das “Nürnberger Loch” ist eines der größten erhaltenen Stadtgefängnisse des Mittelalters und hat seit dem 14. Jahrhundert zur Verwahrung von Häftlingen bis zur Urteilsvollstreckung gedient. Seit September 2018 führt ein Medienguide durch die zwölf kleinen Zellen, eine Folterkammer, die Schmiede, Gefängnisküche und den Brunnenraum. Kindern unter 10 Jahren wird vom Besuch abgeraten.

Die Öffnungszeiten sind langschläferfreundlich meist von 10-18 Uhr und der Eintritt liegt mit 6 Euro (oder einer Tageskarte für 9 Euro) auch im Budget. Also worauf wartest du? Hab einen schönen Sonntag und lass uns in den Kommentaren wissen wie es dir gefallen hat!